84 Milliarden Euro für Krankenhausbehandlung

Auch wenn sich das Jahr 2016 nun dem Ende zuneigt, so hat das Statistische Bundesamt am 20. Dezember 2016 veröffentlicht, was die stationäre Krankenhausversorgung die Deutschen im Jahr 2015 gekostet hat: 84,2 Milliarden Euro. Damit sind die Kosten gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

19,2 Millionen Krankenhausaufenthalte wurden im Jahr 2015 abgerechnet, ein durchschnittlicher Aufenthalt kostete 4378 Euro. Die höchsten Fallkosten waren in Hamburg mit 5013 Euro, die niedrigsten in Brandenburg mit 3953 Euro zu verzeichnen. Allerdings sind die durchschnittlichen Fallkosten nur bedingt vergleichbar, da das unterschiedliche Versorgungsangebot darin keine Berücksichtigung findet. Hier ist der Stadtstaat Hamburg mit seiner größeren Anzahl an Maximalversorgern gegenüber dem Flächenland Brandenburg und seiner größeren Zahl an Häusern der Grund- und Regelversorgung im Nachteil. Will man beurteilen, ob die Hamburger Krankenhäuser wirtschaftlicher oder unwirtschaftlicher arbeiten als Häuser in anderen Bundesländern, müsste man die konkreten Fallkosten und die Fallschwere der Patienten mit in die Betrachtung einbeziehen.

Nimmt man die Kosten für Krankenhausambulanzen sowie für Forschung und Lehre hinzu, beträgt der Aufwand im Jahr 2015 für die deutschen Krankenhäuser 97,3 Milliarden Euro.

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